Ein Festival der Tore – 73 Tore zum Brunch im Glambecker Dom

Heimspiel gegen SG OSC-Schöneberg-Friedenau IV

Wenn man sich an einem kühlen Sonntagmorgen auf dem Weg in unsere helle Halle im Schatten des Ahrensfelder Berges einfindet, rechnet man oft eher mit müden 60 Minuten Bezirksligahandball, schmaler Kost, Spielergebnissen im Eishockeyformat und zwei Teams, die sich im beiderseitigem Einvernehmen nur den kleinsten gemeinsamen Stresspegel zufügen wollen.

Zunickend bei der Seitenwahl, sich bewusst, dass der Gegenüber bestimmt einen ähnlich langen Samstagabend oder sogar eine Nacht hinter sich hat, und sich ganz im Unwissen befindend darüber, wieviel die eigene Familie oder Freunde noch an dem Rest des Tages mit einem vorhaben.

Als nach 15 Minuten schon 20 Tore gefallen waren, wurde klar, dass hier der Schongang von der Speisekarte gestrichen wurde von beiden Seiten.

Im Gegensatz zu den letzten Besuchen von den Schöneberger in unseren Hallen hatte sich diesmal ein zahlenmäßig und auch qualitätsmäßig mehr als hinreichendes Trüppchen in unserer Halle eingefunden. Kaum Ausfälle und dagegen einige substantielle Zugänge haben die Südberliner präsentieren können.

Die erste Halbzeit wurde von beiden Offensivreihen bestimmt, wie man schon bei der Einleitung vermuten mag.
Die Gäste hatten jederzeit einen Vorsprung inne, der aber bei 2-4 Toren immer in deutlicher Schlagdistanz war.

Die Stärke der 4. OSF-Vertretung war schnell deutlich.
Ein wurf- und sprunggewaltiger Rückraum, unterstützt von einem quirligen Mittelmann, wurde noch verstärkt durch eine schnelle und stringente 1.+2. Wellebewegung.

Wir standen im Gegensatz zu den Niederlagen gegen Altlgienicke und Preussen diesmal enger im Defensivverbund. Viele einfache Tore konnten im Positionsangriff verhindert werden.
Die überhasteten Abspiele und Pässe im Angriff wurden jedoch jedesmal schnell bestraft vom Gegner.

Wir stellten uns jedoch keinesfalls schlecht an. Die Angriffe wurden öfter bis zu Ende ausgespielt. Klare Bälle nach Aussen abgeräumt, die dann konsequent eingenagelt wurden. Auch das Zusammenspiel mit dem Kreis hat eine deutlich positive Wendung genommen.
Angepasst an unsere jeweiligen Kreisspieler wurde immer wieder das Anspiel gesucht, und unsere beiden Kreiswühler, in Persona Rob und Zölli, verarbeiteten die Bälle sehr konsequent.

Zur Halbzeit stand es 15:18 für die Gäste.

Auch wenn das leistungsgemäß in Ordnung ging, wollten wir uns nicht aufgeben.

Nach 6 Minuten konnten wir auch auf 19:21 verkürzen, und waren guter Laune, dieses Spiel auf eigenem Parkett an uns zu reißen und auch für uns zu entscheiden.

Die beiden Tore von Missi zum 18:21 und 19:21 waren dann aber für die folgende Viertelstunde des Grauens die letzten Male, dass wir einem unserer Tore ein zweites folgen lassen konnten, ohne dass die Gäste selber mit einem antworten konnten.

Der schlaue Leser wird jetzt sagen mögen, dass man dann ja immer noch im Spiel sein könne, aber in der dann 51. Minute stand es ernüchternderweise 34:25. Kuchen gegessen.

In dieser Zeit hatten wir auch 4 Zeitstrafen zu fressen. Der Gegner jedoch auch 2.
Das ist dann auch alles was ich zum Offiziellen an diesem Tag sagen werde. Art und Weise verhindert eine erneute Zusammenarbeit in Zukunft.

Wer jetzt nach Entschuldigungen oder Erklärungen sucht für den Spielverlauf, wird keine einfache Antwort erhalten, wenn er ehrlich ist.
Wir haben uns dann zumindest nicht hängen lassen, haben dagegengehalten und das Ergebnis mit 33:40 zumindest nicht wie eine Packung aussehen lassen.
Auch auf dem Spielfeld gab es fast keine verbalen Vorwürfe untereinander. Die Moral war noch intakt.

Jedoch Aufbäumen, sich gegenseitig emotional aufputschen und gemeinsam an der eigenen Leistung berauschend einem an dem Tag sicherlich indivduell besseren Gegner Paroli bieten, und vielleicht sogar kämpferisch in die Knie zu zwingen, sieht anders aus.

Wir sind jedoch insgesamt einen Schritt weitergegangen an diesem Tag.
Spielerisch sah das schon viel besser aus, und ich würde es auch als unser bis dato bestes Saisonspiel 2019/20 bezeichnen. Spielzüge und Passspiel waren auf einem hohen Niveau.

Die kleinen und großen Fehler beheben wir unter der Woche und haben am nächsten Samstagabend in der altbekannten Peter-Huchel-Halle gegen die Zweitvertretung der SG AC/Eintracht Berlin e.V. erneut die Chance unsere gute Trainingsarbeit in Punkte umzumünzen.

Bis dahin wünsche ich euch einen knackige Bärenwoche,
FESte Grüße von eurem Jesus!

#DieBärenSindWiederDa
#33ToreReichenNichtImmer
#40DagegenOft
#ImmerWeiter

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