Wir begrüßen sie recht herzlich wieder auf dem Boden der Bezirksligatatsachen…

Auswärtsspiel gegen VSG Altglienicke Abteilung Handball

An den Früchten des Erfolgs schon genüsslich naschend, nach dem 4:0-Start in die neue Saison, müssen die Bären sich nun mit 2 Niederlagen in Folge wieder mit der kargen Rinde des Alltags begnügen.

Am vorherigen Wochenende war es noch ein Festival der Fehlpässe, dass uns gegen eine abgeklärt spielende Drittvertretung vom BFC Preussen Handball verdient mit 17:24 verlieren liess.

An diesem Marathonsonntag waren wir nun in der Eissporthalle Altglienicke im Mohnweg beim VSG Altglienicke Handball – 1. Männer zu Gast.

Beim Eintreten in die Halle wurde schon einigen klar, dass hier heute eher Oktoberfestzeltstimmung als Kindertrödelmarktatmosphäre am Kollwitzplatz sein wird.

Die vorangegangen Spiele in dieser Halle waren meist Tag oder Nacht.
Entweder verteilten wir selber Klatschen oder es wurden Kampfspiele bis zur letzten Minute.
Heute an diesem veregneten Tage sollte es Ersteres werden, mit dem Unterschied, dass wir die Leidtragenden werden sollten.

Das Spiel begannen wir überraschenderweise so, wie man als Gastmannschaft gegen einen Gegner beginnt, der gerade 3 Niederlagen hinter sich hat:
Mit einem Blitzstart zum 5:1 nach 9 Minuten, mittels flinker Abschlüsse und Konter.
Die Gastgeber mussten sich erstmal schütteln, um das zu verdauen.

Sie taten dies so sehr, auch auf Einladung unsererseits hin, dass sie in 15 Minuten einen 7:1-Lauf aufs Parkett zauberten, mit dem sicherlich einige in unseren Reihen nicht gerechnet hatten.
Die Südostberliner spielten mit einfachsten Mitteln unsere Abwehr aus.
Den Kreisspieler einsetzend, unterstützt durch den auflösenden, baumgroßen Mittelmann, der desöfteren Schienenbeinkopfnüsse durch unser emsiges Geburtstagskind Footy einstecken musste, aber ansonsten schwer zu halten war, löste sich unsere Mitteldeckung ein ums andere mal gefährlich auf.

Ansonsten waren die Offensivwaffen auf einen individuell starken Halblinken Sportsfreund Schulz beschränkt, der uns immer mal wieder schmerzhafte Tore einschenkte.

So ging es dann mit einem 9:11-Rückstand zum Pausentee.
Dort musste erstmal von Coach Schwutte Einiges umgestellt werden und scharf angesprochen werden.
Neben den schon vorneweg fehlenden Aufbauspielern Robert, Missi und Jörg, traf uns nun der verletzungsbedingteAusfall von Pikel erst recht sehr empfindlich.
Die nun bestehende Konstellation stand zwar bis dato eher selten auf dem Parkett eines Punktspieles, jedoch kann und darf das keinesfalls eine Erklärung oder sogar Entschuldigung für die nun folgenden 30 Minuten des Ungemachs sein.

Mein Gemüt ist wohl doch etwas zu sensibel, um den weiteren Verlauf euch haarklein zu beschreiben.
Traumatische Erfahrungen sollte man immer mit etwas Abstand und professioneller Hilfe verarbeiten, und deswegen skizziere ich aus Chronistenpflicht die wichtigsten Daten:

Mehrere Serien von Gegentoren blieben bis auf ein kurzes Aufbäumen 10 Minuten vor Schluss unbeantwortet.
Das schönste waren noch die 2 gehaltenen 7-Meterwürfe von Schwutte, der seine Statistik mit 42% gehaltener 7m an diesem Tag sicher als lichten Punkt in dieser ansonsten größtenteil finsteren Mannschaftsleistung festhalten darf.

In der Offensive fanden wir zu fast keiner Zeit ein Mittel gegen die hart aber zumeist fair und aufmerksam handelnde Abwehr der Köpenicker. Ohne schlüssiges Konzept verannten wir uns immer wieder mit beängstigender Harmlosigkeit in den Abwehrreihen.

Es endete dann mit 19:30 für die Gastgeber, völlig verdient, ohne Diskussion oder Schuldübertragungsmöglichkeit auf die allein pfeifende Schiedsrichterin, zum Glück ohne weitere Verletzung.

Wir sollten gemeinsam dankbar für die nun folgende 3-wöchige Herbstpause sein, und mal ganz klar herausarbeiten was an diesem Spiel verbesserungswürdig war, und wie wir uns insgesamt aufstellen wollen in solchen Spielen.
Auch der Umgang mit den Schiedsrichterentscheidungen, der ein wenig an meckernde Ü40-Spieler, ohne diese an diesem Punkt diskriminieren zu wollen, sollte überdacht werden.

Dafür ist jetzt genügend Zeit. Es ist viel zu tun, wir packen das jetzt bärig an.
Am 20. Oktober empfangen wir die vierte Mannschaft der SG OSC-Schöneberg-Friedenau und wollen dann wieder die gleichen jung, dynamisch und geilen Bären sein, wie man sie in der Bezirksliga A kennt.

Dann greifen wir wieder nach den leckeren Früchten des Erfolgsbaumes. Die Rinde schmeckt doch eher karg und passt auch nicht zum Beuteschema des FESten Bären. 😉

Eine knusprige Woche und FESte Grüße von eurem Jesus!

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