2 mal Unentscheiden, aber ungeschlagen beenden die Bären ihr Spieljahr 2017.

Die große zweite Klammer des Jahres hat uns nun auch bald erreicht. Das weihnachtliche Wiegenfest steht kurz vor der Tür, und das heißt, dass wir unsere handballerischen Ergüsse auch mal für einige Zeit liegen lassen können.
Was die Bären dieses Jahr so erlebt haben, werde ich am Ende kurz anreißen, aber vorher hatte der HVB-Kalendergott zwei sehr unterschiedliche Spiele für uns vorgesehen mit im Nachgang allzu identischem Ausgang.

Das erste war am 9. Dezember, als wir bei den Moabitern von der SG GM / BTSV 1850 – Die Männers zu Besuch waren.
Letztjährig nur unterdurchschnittlich erfolgreich gegen diese Truppe, mit einem Punkt von vier möglichen, hätte man denken können, dass eine große Bärenhorde dort aufläuft.
Doch waren wir durch verschiedenste Gründe auf 6 Feldspieler plus 3 Torhüter reduziert. Tobi hat sich mal wieder als spielender Goalie beweisen dürfen, um Verwirrung in der gegnerischen 7 zu stiften.
Die Gastgeber waren wie so oft mit breiter Bank und einer „lustigen“ Zuschauerbank aufgestellt. Wohlgemerkt sollten beide aber getrennt betrachtet werden…
Der Handball-Verband Berlin e.V. schickte weniger überraschend mal wieder keinen Schiedsrichter. Um nicht wie letztes Jahr, dem heimischen Trainer die Last der Alleinverantwortung beim einspringenden Pfeifen zu überlassen, brachten wir einen Ersatzschiedsrichter mit.
Unterstützenderweise hatten die Moabiter sich ebenfalls um einen Unparteiischen gekümmert, den sie aber nicht im Vorfeld uns meldeten. Somit durften beide ihr erstes und wahrscheinlich letztes Mal im Leben als Refereeduo bestreiten.
Dass diese Konstellation, von beiden Teams jeweils gestellten Schiedsrichter gemeinsam pfeifend, sehr viel Unmut und Ärger auf beiden Seiten erzeugte, soll mein letzter Kommentar bzgl. dieses Spieles sein.
Unser getreuer Handballverband wird sich sicherlich viel dabei gedacht haben, als er vor dieser Saison entschied, in 3 von 5 Berliner Ligen keine Schiedsrichter mehr ansetzen zu wollen.
Das mag größerer Vereine nicht stören, da sie auf ein größeres Reservoir an Schiedsrichtern zurückgreifen können. Der SG GM / BTSV 1850 – Die Männers und der SG FES fällt das deutlich schwerer.
Zurück zum Spiel:
Die Maßgabe, dem Gegner ein kräfteschonendes Tempo überzustülpen, ging bis 10 Minuten vor Ende der ersten Halbzeit gut. Nach dem 6:6 konnten die Gastgeber leicht wegziehen auf 12:9 und dem Halbzeitstand von 14:11.
Einige technische Fehler unsererseits und etwas kuriose Pfiffe trugen dazu bei. Doch letztlich war noch alles offen für den Rest des Spiels.
Die zweite Hälfte wurde dann zur physischen und mentalen Kraftprobe für unsere Bärenjungs.
Wir versuchten alles, um den mittelgroßen Rückstand aufzuholen. Doch folgten bis zum 23:27 etliche Versuche, 2 Tore wurden abgeknabbert, der Kampfesgeist immer wieder aufs neue beschwört, die letzten Reserven angezapft, die fiese innere Stimme des Aufgebenwollens unterdrückt, und weiterhin an ein HappyEnd geglaubt. Das alles, obwohl die Moabiter immer wieder dank einfacher Abschlüsse auf 4 Tore wegziehen und nach Belieben auswechseln konnten.
8 1/2 Minuten vor Schluss hatten wir dann bei 3 Minus nochmal eine Auszeit. Eine Auszeit, die eher zum Luftholen als zum taktischen Schwatz gedacht war.
Wie es dann doch gelang, ist nicht so leicht zu erklären.
Ob es der unbändige Bärenwille war, die Gastgeber, die zu früh das Spiel gewonnen glaubten, oder der etwas besser aufgelegtere Bärentorhüter (80% 7m-Quote). Es ist auch egal.
Wir hatten in der letzten Minute beim Stand von 29:29 sogar noch den Siegtreffer auf der Hand, aber das wäre dann wohl nicht mehr leistungsgerecht gewesen.
Somit feierten wir einen verdienten Auswärtspunkt und fuhren mal wieder glücklich ungeduscht nach Hause.

Das letzte Spiel war dann noch gegen HSG Neukölln Berlin III.
Da ich nicht zugegen war, möchte ich hier unserem EhrenBärenmitglied Panzer (Stefan Bosse) das berichtende Wort überlassen:

„Kurzes Panzer Feedback, weil er eben nicht anders kann…
Ein schönes Wiedersehen bei einem richtigen Handballkrimi. Gefühlt waren wir das klar bessere Team an diesem Wochenende, die HSG hatte von Anfang an großen Respekt vor dem Bären. Bei beiden Torhütern lief nichts, sodass wir gut in die Partie starteten. Gerade zu Beginn ließen wir den Ball gut laufen und erzielten einfache Tore.
In der Abwehr fehlte ein wenig die letzte Entschlossenheit, den Gegner bis zum Pfiff festzumachen, aber auch hier zeigte sich die hohe Nervosität der HSG. Es lief beim Gegner nichts zusammen. Folgerichtig lagen wir zur Halbzeit absolut verdient mit 3 Toren Differenz vorne. Auf die zweiten 30 Minuten schauend, hatten wir eigentlich keinen Grund zur Klage. Der Gegner war fest im Bärengriff. Aber dann, wenn immer der Gegner es nicht vermag, so müssen wir es selber in die Hand nehmen uns zu schlagen, so als wenn wir diesen Schmerz bräuchten. Über individuelle Fehler, die sich im Verlauf des Spiel jeder Einzelne erlaubt hat, wird sich über Gebühr aufgeregt und der Gegner somit unverdient stark gemacht.
Die HSG glaubt immer noch nicht an sich, und so plätschert das Spiel dahin, von außen ohne Sorge, immer Plus eins/ Ausgleich aber den Ball an der Hand, mit dem Sieg in der Hand. Dass es dann doch nicht reichte, liegt an den letzten 5 Minuten des Spiels, beginnen mit aus meiner Sicht überhasteten Kontern über Robert, da sie ohne Not geschahen, das fehlende Auge von Mitte zum Außen nach der Herausnahme von Missi, und zwei falschen Entscheidungen in den letzten 5 Sekunden haben wir den sicheren Sieg aus der Hand gegeben. Sehr unglücklich haben wir der HSG den Punkt geschenkt. Der Bär war BESSER!!! Mir hat es dennoch gefallen, Euch spielen zu sehen, die Stimme kam am Sonntag auch zurück, wir sehen uns wieder. Weiter so…. Ich habe mich sehr gefreut, Euch wieder zu sehen und einen schönen Handballkrimi gesehen.

Wir gehen also ungeschlagen in die Weihnachtszeit und somit auch sehr zufrieden.
Um euch noch einige Zahlen für 2017 zu präsentieren:
12 Siege
4 Remis
4 Niederlagen
595:493 Tore
Ein erfolgreiches und lustiges Turnier in Liebenwalde und ein super zweiter Platz beim eigenen FES-Cup rundeten dieses Jahr ab.
Wir hoffen, euch im nächsten Jahr auch wiedersehen zu dürfen.
Vielen Dank für eure Unterstützung!
Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018!

#DIeBärenSindWiederDa
#BärenUngeschlagen

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*