Bären rutschen auch ohne Feenstaub souverän in die neue Saison

4 Monate lang mussten wir auf unsere geliebte Bezirksliga verzichten. Man war das lang. All diese vergeudeten Sommerwochenenden liegend am Mittelmeerstrand, stehend am Gasgrill oder laufend durch die Parks dieser Welt, sind nun endlich wieder vorbei.
Die Schuhe werden wieder geschnürt um die muffige Hallenluft in eine der ruchlosesten Ligen Berlins zu schnuppern.

Die Bären hatten sich bei der langen Saisonvorbereitung auf eine Art des Trainings konzentriert, nämlich dem mentalen.
Konditionell, taktisch, und athletisch werden wir wohl in den nächsten Monaten einiges nachholen, damit am Ende der Saison nicht die Bärenpuste ausgeht.
Neben der vermutlich fehlenden Motivation hatte dies aber auch mit unserer vakanten Trainerposition zu tun.
Michél Mölter hatte uns in den letzten 3 Jahren spielerisch auf eine ganz neue Ebene gehoben und dafür sind wir ihm auch sehr dankbar. Er ist seit dem Sommer Trainer bei der 2. Frauen von MTV 1860 Altlandsberg und wird den Mädels dort sicher vieles beibringen können. Uns bleibt er zum Glück als Spieler erhalten.

Neuer Spielertrainer ist seit einer Woche ein Biesdorfer Urgestein, dass von Oberliga bis Bezirksliga schon alles gespielt hat. Mit seiner Erfahrung und seinem besonderen Blick für den richtigen Biss im Training und Spiel wird er die Bären sicher zu neuen Höhen führen können.

Genug vom Vorgeplänkel, kommen wir zum Eröffnungsspiel.
In den Glambecker Dom geladen hatten wir einen alten Lokalrivalen: SG NARVA Berlin IV.
Die hatten sich ein Jahr in der Stadtliga von uns erholen dürfen, und wir waren froh sie mal wieder begrüßen zu dürfen.
Um es vorweg zu nehmen, ein so rassiges Duell wie in den letzten Jahren wurde es diesmal nicht.

Wir mussten auf einige wichtige Spieler verzichten, unter anderem auf Jörg, der wie auf dem Bild zu erkennen, wichtigere Aufgaben als Fee zu bewältigen hat. Wen er genau verzaubert hat, muss noch ausgewertet werden, aber auf jeden Fall wünschen wir ihm alles Gute zu seiner Hochzeit!

Der Gegner hatte noch deutlich weniger Spieler auf der Bank, dass hiess jedoch nicht, dass wir leichtes Spiel hatten.
Vom Beginn an wurde sich auf beiden Seiten nicht geschont.
Den Spielern war der Spaß am Handball anzuerkennen. Auch wenn die gewohnten Abstimmungsschwierigkeiten und leichte technische Fehler zu beobachten waren, kam das Spiel schnell ins Rollen.
6:3 stand es nach 10 Minuten und wir hatten unsere ersten Duftmarken gesetzt. Missi, der sich in der Abwehr schonen durfte, und das diesmal aber auf der Bank, brauchte noch einen Moment um den Wurfarm zu justieren, aber die Abräumbewegung als Team funktionierte schon erstaunlich passsabel.
Auch die erste Welle war heute mit Michi, Marvin und Robert sehr effetkiv.
Grundlage dessen war aber in erster Linie die aussergewöhnlich starke Abwehrarbeit. Der flinke und erfahrene Mittelmann der Friedrichshainer konnte ein ums andere Mal aufgerieben werden. Die Anspiele an den robusten Kreis konnten verhindert oder zumindest derselbige fair neutralisiert werden.
Agressivität und schnelle Beine wurden nahezu perfekt eingesetzt, so dass sich die Gäste fast schon freuen konnten, wenigstens 8 Tore bis zum Pausenton erzielt zu haben.
Mit einem leistungsgerechten 14:8 ging es in die Kabine.

Der Coach warnte uns nochmal davor, dass ein Aufbäumen von Narva nun zu erwarten war. also hiess es weiterhin die Konzentration hochzuhalten.

Die Friedrichshainer stellten im Angriff nochmals um, was zu einigen Erfolgen führte, aber bei der Tordifferenz zwischen beiden Teams änderte sich nichts.
Den Gästen war anzusehen, dass sie an den fehlenden Alternativen zu knabbern hatten, und so nutzten wir 2-3 Abspielfehler und für unseren Torwart schnell greifbare Bälle um über Gegenstöße einfache Tor zu machen.
Nach 12-13 Minuten stand es dann 22:12 und somit war die Luft raus.
Beide Teams taten sich nicht mehr weh und die spannendste Frage war, wer Tor Nummer 30 werfen würde.
An dieser Stelle drängelte sich mal wieder Missi vor. Der noch zu besetzende neue Bierwart wird sich das hoffentlich notiert haben.

Mit einem deutlichen 31:17 für die Bären endete das Spiel.
Die einzige Folgerung, die wir hoffentlich aus diesem Spiel gezogen haben, ist dass konsequente Laufarbeit in der Defensive vielen Gegnern den Zahn ziehen kann.

Am nächsten Samstag spielen wir 17:45 im Mohnweg 20 gegen die zweite Vertretung von KSV Ajax Handball/ VSG Altglienicke.
Der letztjährig fünftplatzierte ist für uns noch ein unbeschriebenes Blatt und so freuen wir uns auf einen neue Herausforderung.

Ich wünsche euch eine gute Restwoche und FESte grüße von eurem Jesus!

#DieBärenSindWiederDa
#GroßschreibungMussManSichVerdienen

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