Bären stolpern beim Tabellenführer

Auswärtsspiel bei der Handball-Rudow IV

Aufgrund einer urlaubstbedingten Kurzauszeit des Schreibenden gibt es nun die kurze Nachlese zum Spiel vom 23.04. in der Neuhofer Straße.

Die Ausgangslage war recht deutlich vor dem Spiel.
Die gastgebenden Rudower konnten mit einem Punktgewinn den Wiederaufstieg perfekt machen, und die Bären würden mit einem Sieg dem so begehrten 2. Platz weiter auf Schlagdistanz folgen.

Bis auf 5 fehlenden Aussenspielern konnten wir annähernd aus dem vielzitierten Vollen schöpfen.

Leicht nervös aber konzentriert starteten beide Teams in die gefüllte Stunde Bezirksligahandball.
Bis zum 7:6 netzten beide Teams mittels Einzelaktionen ein und wechselten sich mit der Führung fröhlich ab.
Dem Tabellenführer war anzusehen, dass sie nicht mit ihrer Originalformation antreten konnten. Die Qualität der einzelnen Spieler war, mehr oder weniger überraschend, nicht schlechter, teilweise sogar besser, jedoch war ihr sonst so ansehnliches gebundenes Positionsspiel sichtlich gestört.

Entscheidend konnten wir dies aber nicht auszunutzen.
Kleinste Abstimmungsschwierigkeiten zw. Abwehrformation aber auch Torhüter ließen keinen großen Sprünge zu.
Ab dem oben genannten Spielstand fokussierten wir auch eher das allseits beliebte Spiel „Wir begleiten den Ball bis zum Gegner und laufen dann gemächlich wieder zurück“.
Cirka 10 Minuten konnten wir dieses Spielchen spielen.
Das muss so witzig ausgesehen haben, dass die Rudower auch Gefallen daran fanden. Sie hatten zwar die klareren Chancen, doch blieb es bis 2 1/2 Minuten vor dem Pausentee beim 7:6.

Dann war der Bann gebrochen.
Mit schnellem Spiel konnte sich der Gastgeber mit einem kleinen Vorsprung in die Pause retten. 9:7

Die Fehler und Stärken wurden dann gründlich analysiert, die Motivation erneuert und auf alles was da kommen mag vorbereitet.

Leider rückten scheinbar nur die Bärenkörper aus, der Bärengeist kam erst deutlich später auf das Parkett.

Über 9:13, 10:17 und 11:19 setzten sich die Rudower bis zur 41. Minute mühelos ab.
Es wäre gelogen, wenn ich schreiben würde, sie hätten sich sonderlich dafür anstrengen müssen. So hart das auch klingt.
Zwei Grundprobleme, die fehlende Durchschlagskraft und Chancenauswertung, fielen uns bitter und hart vor die Füße.
Das klebrige Spielgerät kann dafür keine Ausrede sein.
Der Gegner wußte diese Schwächephase mit 1. und 2. Welle flink auszunutzen.
Bei der Auszeit war der Kampfgeist zwar nicht untergegangen, aber leicht gedämpft auf jeden Fall.

Um nicht zu große Hoffnung bei den Bärenfans aufkommen zu lassen; es gelang keine ähnliche Aufholjagd wie im Hinspiel.
Dank einer geschlosseneren Mannschaftsleistung, mehr Geschick und schnellerer Beine in der Defensive, sowie einigen Abflügen von „Air“ Jörg konnten wir in der letzten Viertelstunde doch zeigen, dass wir der Augenhöhe mit dem Noch-Nicht-100%igen Meister mehr als würdig sein können.

Verkürzen konnten wir nochmals auf 16:21, aber zu Ende ging das Spiel dann aufgrund der längeren Schaffenspause der Bären verdient mit 20:26 für die vierte Vertretung des TSV Rudow.

Es ist wohl müßig und zweckfrei, zu analysieren wie das Spiel ausgegangen wäre, hätten die Gastgeber mit ihrem Originalaufgebot spielen müssen/dürfen.
Das ist bei einem solch qualitativ breit aufgestelltem Verein nunmal der Vorteil, den wir auch in Zukunft weiter mit Herz und Bärenbiss zu kompensieren versuchen werden.

Da HSG Kreuzberg – Handball in Berlin-KreuzbergIII und SG GM / BTSV 1850 – Die Männers ihre Spiele souverän gewannen, müssen wir uns nun auf unsere letzten beiden Aufgaben konzentrieren und können nur nebenbei auf Schützenhilfe hoffen, falls wir mit dem direkten oder indirekten Aufstieg über die Relegation noch etwas zu schaffen haben wollen.
Platz 1 war vor dem letzten Spiel ja auch nur rechnerisch möglich gewesen. Keinesfalls innerhalb unserer reellen Hoffnung. Das sei aber nur nebenbei erwähnt 😉

Am nächsten Sonntag besuchen wir unsere alten Bekannten von Pfeffersport – Handball II.
Wir freuen uns auf ein schönes Spiel und hoffentlich auch wieder Punkte für die Bären,
denn unser Weg ist noch nicht beendet.

Mit FESten Grüßen
euer Jesus!

#SoweitDieBärenfüßeTragen

 

 

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