Die Bären verpassen bei Aufholjagd die Tabellenführung

Die Bären verpassen bei Aufholjagd die Tabellenführung

Auswärtsspiel gegen HSG Kreuzberg – Handball in Berlin-Kreuzberg III

Zur gemütlichen Sonntagskaffeezeit trafen sich der 3. und 2. zum Bezirksligaknaller im neuen Jahr.

Mit annähernd gleich gut besetzter Bank trotteten sich beide Mannschaften in das letzte Hinrundenspiel.
Mit einfachen Abschlussaktionen zum 1:3 gelangend, konnten wir das nicht mehr so wilde Kreuzberger Publikum aus der Soja-Chai-Lattestimmung reißen.

Die Gastgeber hatten bis zu diesem Spiel im Schnitt weniger als 21 Tore pro Spiel bekommen. Die erste Viertelstunde zeigte schnell, dass dieser Schnitt nicht zu halten war.

Leider warfen wir die Warnung des Coaches, ob der gefährlichen 2. Welle der Kreuzberg in die Luft, und trampelten bis zum Ende der ersten 30 Minuten darauf rum.
Eine schlichte schnelle Mitte, lange Pässe auf den überdurchschnittlich agierenden Rechtsaussen oder Stoßen in unsere schlafenden Lücken, führten zu vielen flinken Toren.
Unser Torwart und unsere Rückwärtsbewegung fand unglücklicherweise in der ersten Halbzeit kein Rezept gegen diese schlichten Mittel.

Besonders ärgerlich waren die 18 (!) Gegentore, da die HSG*ler im Positionsspiel erschreckend subkreativ und ungefährlich waren für einen Tabellendritten.

Andererseits hätten wir ebenso die Chance auf so viele Tore vor dem Pausentee gehabt. Es blieb jedoch über 4:7, 8:12 und sogar 11:17 bei einem 14:18 Rückstand.

Keine Entschuldigung, aber ein Umstandsanzeiger, waren jedoch auch 4 Zeitstrafen zw. Minute 22 und Minute 26.

Darauf wollten wir uns in Halbzeit 2 nicht konzentrieren.
Festbeißen, Gegenhalten und nüchtern unsere Stärken ausspielen, waren nun die zugegebenermaßen phrasischen Devisen.

Der Sturmlauf der bissigen Bären ließ jedoch auf sich warten.
Mit 22:16 konnten die Westfriedrichshainer wegziehen.

Ab dann ähnelte das Spiel dem vorjährigen Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Rudow.
Mit ein paar klugen Umstellungen des Coaches in der Abwehr, einer zunehmenden Müdigkeit der Gastgeber und unserer Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tore egalisierten wir das Ergebnis in rasender Eile.
24:24 und mächtig Rückenwind am Jersey.

Ab da ging es flipperhaft hin und her. Desöfteren die Führung vor der Nase, entging sie uns mysteriöserweise immer wieder.
Es steht mir ferne, Verschwörungstheorien in Richtung Unparteiischen zu senden. Allein zu pfeifen ist keineswegs leicht, erst recht nicht in so einem rassigen Spiel.
Einige gefühlt „fehlenden“ Freiwürfe für uns, 2 min-würdige Abwehraktionen als letzter Mann o.ä. können ein nunmal etwas frustrieren, ehrlich gesagt.
Wir sind alle fehlbar, egal ob als Spieler oder ehemals ambitionierter Schiedsrichter im Berliner Handball.

Letztlich blieb das Spiel bis zum 27:27 offen, nur dann verloren wir die Geduld und das glückliche Händchen. Im Angriff und auch zwischen dem Pfosten.
beim 28:31 2 Minuten vor Schluss war das Spiel entschieden.

Dass zu solch einem Zeitpunkt dann nochmal in Richtung Gesicht geschlagen werden muss, war eine einzelne, unkontrolliert agressive Aktion, die in einem ansonsten sehr fair geführten Spiel von beiden Seiten, leider herausstach.

Ansonsten ging das Spiel ruhig mit 29:32 zu Ende.

Aber wie das so mit einem warmen Schluck Kreuzberger Nachtbier ist, bitter, fade aber kurz, so ist es mit diesem Spiel.
Wir haken es als wichtige Erfahrung in diesem Spiel ab, deren Lehren wir schon am nächsten Sonntagnachmittag bei der KSV Ajax Handball/Altglienicke III anwenden dürfen.

Bis dahin gute Besserung an alle geschundenen Gesichter und FESte Grüße von eurem Jesus!

 

 

 

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