Die Bären im Schongang

Heimspiel gegen SG OSC-Schöneberg-Friedenau IV

Nach fast einmonatiger Spielpause durften die Bärenherren mal wieder in der Bezirksliga ran.
Sonntagfrüh im trübilluminierten ADK-Dom erwartete uns mit der vierten Vertretung der SG OSF ein selten zu unterschätzender Gegner. Bis dato mit nur 2 Minuspunkten versehrt, sollte uns selbst die Tabelle nicht einen leichten Vormittag verheißen.

Wir warteten zwar nicht mit einer kompletten Bank auf, jedoch sollten die Gäste nicht mehr als eine kleine Brunchgesellschaft zu uns in den Marzahn schicken.
7 Feldspieler, ein feldspielender Torwart und ein torwartspielender Torwart waren also unsere Gegenüber.

Mit erstaunlich klaren Taktikvorgaben des unter Hangover leidenden Trainers gingen wir in die Partie.
Neben ein paar Unkonzentriertheiten wurde zielstrebig gespielt, der Vorsprung über 5:2 auf 8:4 geschraubt.

Bei einem stark dezimierten Gegner hätte man nun auf eine stetige Steigerung dieses Vorsprunges rechnen können.
Mit allem Respekt der mir zur Verfügung steht, hatten sie an diesem Tage auch nicht ihre beste Spielausrichtung.

Doch was den Bären fehlen sollte, war zweierlei.
Einerseits der richtige Punch, um die großen Lücken auszunutzen, und andererseits die flinken Beine, um sich auch in eben Jene zu bewegen.
Es entstanden viele leichte Tore, aber ohne den Schönebergern entscheidend „weh zu tun“.
Dank einiger schnellerer Angriffe, unserem flinken und durchsetzungsfähigen Südbrandenburger und dem einen oder anderen besseren Zusammenspiel des Abwehrverbundes, konnte zur Hälfte ein fast standesgemäßes 14:9 auf die Analoganzeigetafel gehämmert werden.

Vielen Dank an dieser Stelle für die kampfgerichtliche Hilfe seitens der 2. Damen!

Die potenziellen Verbesserungsansätze wurden angesprochen, neue Ziele für das Endergebnis ausgesprochen und sich neu der intensivste Einsatz versprochen.

Höchstwahrscheinlich war das zu viel gesprochen.
In den gesamten letzten 30 Minuten konnten wir nur einmal die Führung um 2 Tore erhöhen.
Wir wurden immer nachlässiger im Abschluss und erhöhten den Druck in der 1. und 2. Welle nur unmerklich.

In der Defensive fielen deutliche Abspracheprobleme und ´Defizite in der Seitwärtsbewegung auf. Die OSF’ler konnten sich also hinten ausruhen um vorne einen zeitweise leicht aufscheuchbaren Bärenhaufen vorzufinden. Dies gipfelte in der roten Karte für unseren „Chefpädagogen“, die weniger individuell denn durch das gemeinschaftlich magere Abwehrverhalten begründet war.

Vom 18:11 schlamperten wir uns zum 20:17.
Zu unserem Glück hatten die Südberliner noch tiefer in den Harmlosigkeitsbrunnen geschaut als wir.
Realistisch in Gefahr geriet unser dritter Heimsieg in dieser Saison nie wirklich.

Letzlich scheiterten wir knapp aber verdient an der 30-Tore Grenze mit 29:25.
Positiv lässt sich der Spass am Spiel, die gewonnenen spielpraktischen Erfahrungen, einen endlich warmgeworfenen Schwutte und die weiterhin ungeschlagene Saisonstatistik herausziehen.

Bei einer unterirdischen Trainingsbeteiligung können wir uns über eine überirdische Tabellensituation freuen.
Einzig Handball-Rudow IV ist mit 10:0 Punkten vor uns. Um an dieser Stelle zu bleiben, müssen wir noch viel tun, können uns aber über das Erreichte freuen.
Jeder war sich am Sonntagmittag klar, dass wir vor 1-2 Jahren solch ein Spiel noch verloren hätten.

Nun steht eine wahrlich tollkühne Aufgabe vor uns.
An diesem Sonntagmorgen um 10 Uhr erwartet uns die 2. Mannschaft von Handball-Rudow in der 4. Runde des HVB-Pokals.

Ich würde mal annehmen, dass der langjährige Landesligist mit großen Hoffnungen in unseren Glambecker Dom kommen wird.
Völlig gerechtfertigt.
Doch die Bären wollen und werden ihnen einen möglichst harten Kampf liefern.

Jeder der sich die Zeit nehmen kann, möge vorbeikommen und die kleine Halle füllen.
Lasst uns eine eindrucksvolle Kulisse bieten und ein erinnerungswürdiges Spiel erleben!

Mit FESten Grüßen

euer Jesus!

 

 

 

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