Die Rückkehr der Harz-Ritter

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2. Runde HVB-Pokal gegen SG AC/Eintracht Berlin II

Unsere Bären hatten sich für dieser Saison vorgenommen, endlich mal wieder im Pokal (Krieg der HVB-Sterne) mehr als nur 60 Minuten Spielpraxis zu erhalten.
Da man im Erstrundenmatch einen Ligakonkurrent ( Handball-Rudow IV), und somit einen „theoretisch“ schlagbaren Gegner besuchen durfte, entstand eine neue Hoffnung.
Diese Hoffnung wurde jäh zerstört, denn im dortigen Aldeera-System waren Traktor-Strahlen am Ball erlaubt. Umgangssprachlich auch als Harz bezeichnet.
In Kürze wurde der Traum vom Weiterkommen zerstört, das Harz-Imperium schlug zurück.

Doch durch den Einsatz einer nicht genehmigten Waffe durch den Gegner, beschloss die HVB-Republik, den Bären noch eine Chance zu geben.

Es kam zum Zweitrundenmatch gegen die Spielgemeinschaft AC/Eintracht Berlin II in der altbekannten Peter-Huchel-Halle.

Auch auf diesem Planeten war am letzten Samstag dieser sogenannte Traktorstrahl (Harz) erlaubt und auch intensiv genutzt von den Hausherren.

Womit sie nicht gerechnet hatten, war die Fähigkeit der Bären, zu lernen.
Aber dazu weiter im Spielverlauf.

Aufgrund einiger Ausfälle mussten wir mal wieder um Hilfe bitten in der SG und bekamen durch 3 Spieler der Ü32 tatkräftig spielerischen Beistand.
Als Gegenüber erwartete uns ein hochmotivierte, durch einen kleinen Plattenbaulauf aufgewärmte, und gut eingespielte Kreisligamannschaft.
Eine U19 mit 3 älteren bekannten Feldspielern und einem erfahrenen Torwart brachten die schwarz-weißen aufs bald klebende Parkett.

Mit einer klaren Anweisung, das Spiel höchst konzentriert anzugehen, 2-3 taktischen Varianten und dem nötigen Bärenbiss stapften wir in das Spiel.

Mit 3 verworfenen 110%igen, darunter einem Konter vom jugendhaften Rotfuchs Heiko, taten wir alles zur Aufbau des Selbstvertrauen des Gastgebergoalies.
Was jedoch viel deutlicher in der ersten Viertelstunde zu Vorschein trat, war die laxe Angriffsweise der Hellersdorfer, ein hart zupackender Bärenriegel samt aufgeweckten Torwartes,
und die Unfähigkeit der Gastgeber, mit ihrem selbstgewählten Traktorstrahl umzugehen.
Meterweite Fehlpässe, Fangfehler die ihrem eigentlich sehr guten Ausbildungsstand nicht entsprachen und Fieldgoalversuche vor dem Bärentor zeugten davon.

Wir liessen uns davon nicht beirren, nahmen das Harz äh naja ihr wisst schon, wie es kam.
Deutliche Raumtiefe, schnelle Passabläufe und viele einfache Tore brachten uns über 6:3 schon nach 11 Minuten schon zur ersten Auszeit der Gastgeber.
Danach wurde die gegenerische Spielweise etwas überlegter, aber doch nur um Nuancen effektiver.

Wir erarbeiteten uns über 11:6 ein 14:8 Halbzeitstand.
Die sonst hitzigere Huchelhalle war auf der Heimseite ruhigstellt.
Dafür war der kleine, aber feine Gästeblock der FESler umso lauter und eindrücklicher.

In die zweite Hälfte starteten wir dann mit noch mehr Harz am Ball.
Nach der Devise „Viel macht viel kaputt“ wollten sich die Eintrachtler wohl lieber an der Zerstörung des gesamten Spieles gütlich tun, oder sie dachten, ihre Fähigkeiten würden damit besser betont werden.
Vielleicht war es auch wie immer auf beiden Seiten.
Niemand dachte.

So entwickelte sich das Spiel weiterhin zu einem im Positionsangriff betonten Austausch beider Kräfte. Begleitet durch einen unauffälligen aber stark pfeifenden Schiedsrichter und 2 überdurchschnittlichen Torhütern, die viele Chancen hatten, sich auszuzeichnen.

Trotz Verletzung unseres Kreismonsters Thommy, konnte das Zusammenspiel zwischen Aufbau und Kreis mit den Variablen Missi und Zölli, auch dank hervorragender Vorarbeit, mal wieder auf neue Höhen schnellen.

Beim Zwischenstand von 21:!12 für die Bären war für beide Seiten klar, wohin die Reise an diesem Samstagabend gehen sollte.

Wichtig war, dass trotzdem die Konzentration und der gute alte Fokus im Spiel blieben.
Der Traktorstrahl wurde bis zu Ende erfolgreich genutzt, mit den einen oder anderen Ausrutschern bei der Bedienung.

So ging dieses Spiel, zu großen Teilen schiedlich friedlich mit 31:20 zu Ende.
Missi hatte sich mal wieder den doppelten „Strafkasten“ verdient, durch seinen 7m-Lupfer beim Stand von 29:17.

Die SG AC/E II hat sicherlich eine gute Perspektive vor sich. Mit 2-4 Jahren Erfahrung dürften sie mindestens Stadtliga spielen.

Die Harz-Ritter dagegen haben jetzt die dritte Pokalrunde erreicht, freuen sich auf eine neue Herausforderung, und werden in der nun folgenden 4-wöchigen Spiel- aber nicht Trainingspause an sich arbeiten, um im nächsten Heimspiel gegen SG OSC-Schöneberg-Friedenau IV gewappnet zu sein.

Bis dahin dürft ihr die Fotos vom Spiel genießen, insbesondere die letzten 3 von unserem alten/neuen Wumme, der sicherlich jedem Tim Wiese den Rang ablaufen wird. Ohne Wrestling, mit mehr Handball 😉

Die Harz-Ritterbären winken!
Möge die Harzkraft mit euch sein.

FESte Grüße
von eurem Jesus

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