Auswärtsspiel gegen TMBW III

Die Bären verwüsten den Tempel nach Nickerchen

Nach der langen Pause kamen die Bären zurück vom OsterFESt.
Mit langen Konditionseinheiten, zermalmenden Kraftkreisen, zerstörenden Stabilisierungsübungen und einer Menge Konterläufen würden wir diesen Saisonendspurt angehen.
Das ist aber nur der kühne Traum, ein er Wirklichkeit, die deutlich fauler und bewegunsarmer war. Auch die Trainingsbeteiligung war mal wieder ein ewiges Thema, dessen Resultat sich an diesem Sonntag in den ersten 30 Minuten zeigen sollte.

Wegen Verletzten und Urlauberengpässen half uns Heiko aus der Ü32 aus, um auf halbrechts Druck mit viel Erfahrung machen zu können. Der Gegner macht uns in den letzten Jahren immer wieder mal Schwierigkeiten, war diese Saison doch scheinbar im StandBy-Modus, was der 9. Platz und 11:21 Punkte beweisen. Verstärkung hatten sie dieses Mal von jemanden, der sonst das flunzige Schiedsrichterleib überzieht. Er sollte unter Beweis stellen, dass das Spielertrikot ihm deutlich besser steht, und er viel kompetenter mit dem Ball denn mit der Peife umgehen kann.

Das Kompliment wollte ich ihm eigentlich persönlich geben, wurde aber durch einen herrlichen sonntäglichen Spätdienst verhindert, den ich nach der 1. Hälfte antreten musste.
Die ersten 20 Minuten war das neuzusammengestellte Abwehrgestell der Bären sehr brüchig.
Der vorgezogene Maddin wurde von Jacobs schwindelig gespielt, und der Mittelblock verlor desöfteren den Überblick über die Lücken. Dazu kamen die starken Aussen zu sehr leichten Abschlüssen mit großem Winkel. Dass die Halben der Gastgeber sehr oft durchbrachen durch die Mitte, machte es sehr schwierig die Gegentoranzahl gering zu halten. Das resultierte in ein zwischenzeitliches verdientes 13:7 für TMBW.
Die Tatsache, dass umgestellt wurde in der Abwehr, dass wir ruhig blieben und eine umgangene Manndeckung besser händelten, führte dazu, dass wir den Rückstand zur Halbzeit halbieren konnten auf 12:15. Wie es zu diesen tollkühnen letzten 60 Sekunden kam, und wie die zweite Hälfte insgesamt verlief, wird in den nächsten Stunden berichtet.

In der Halbzeitpause mussten sich leider Michi (Spiel der Frauen) und Jesus (Arbeit) von der Mannschaft verabschieden. Die restlichen Bären wollten den beiden abgereisten positive Nachrichten schicken und gingen hochmotiviert in die zweite Runde. In der zweiten Halbzeit war die Konzentration wieder beim Spiel und nicht beim kommentieren von Schiedsrichterentscheidungen. Die Bären haben sich kurzfristig entschieden den Mittelmann an die kurze Leine zu nehmen. Dadurch wurde der Spielfluss der Gastgeber deutlich durcheinander gebracht. Nach dem ran kämpfen auf 17:17, viel mit dem 17:18 der erste Führungstreffer für die Bären. Es galt diese Führung zu halten. Trotz einer 21:25 Führung der Bären würde die Schlussphase noch einmal spannend. Die „Recken“ aus Tempelhof kämpften sich bis zu einem 24:25 wieder ran.

Die letzte Chance zum Ausgleichstreffer verhinderte Altmeister Heiko Richter.
Er blockte den überhasteten und unkontrollierten Wurf mit dem wertvollsten das ihm Gott gegeben hat, seinem durchfurchten , schon viele Schlachten erblickendem Gesicht. Dafür sei ihm von dem Team ein preiswerte plastische Chirurgie gesponsert. Die Ansage die Zeit runterzuspielen setze ManU nur halb um. Er nahm sich den freien Wurf nicht, spielte aber einen genialen Pass hinterm Rücken auf Maddin am Kreis. Zu beobachten und mitzuzittern auf dem Video.

Wenn bis jetzt die Luft vor Spannung nicht knisterte, dann spätestens beim Abschluss von Maddin.
Er überwand den Torwart mit einem platzierten Aufsetzer. Der Ball knallt gegen die Latte und landet nur Millimeter hinter der Torlinie. 24:26 für SG FES. Der Bär bringt zwei Punkte mit in seine Höhle.
Besonders hervorheben möchte ich Schwutte. Er hat sich anscheinend in der ersten Halbzeit das Wurfbild der Tempelhofer genau eingeprägt. Mit super Paraden machte er diesen Sieg erst möglich.
Jetzt folgt am Sonntag das letzte Heimspiel beim FEStag gegen die zweite von HSG Neukölln.
Dort kann man dann den frisch eroberten 5. Platz festigen und ein wenig Druck auf die oberen Plätze ausüben.

One Comments

  1. Fabian Bruhn

    Klasse Aktion – weiter so!

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