Die Erste sichert sich Platz 3 endgültig!

Heimspiel gegen BTV 1850 II

Sonntagabend zur besten Couchzeit fühlten sich die Mannen um Coach Marcus bereit gegen den vorgereiften aber erstaunlich solide mitspielenden Aufsteiger aus Kreuzberg die nächsten Punkte zu holen und damit den beiden führenden Teams von Vfl Tegel II und Z88 dicht auf den Fersen zu bleiben.
Mit voller Bank, 2 frischen Verstärkungen auf dem Spielbogen plus Jesus als Ersatzgoalie und einer durch unsere FES-Mädels angereicherte Tribüne ging es gegen ein erfahrenen Gegner.

Die Anweisungen die Kreuzberger in der Abwehr schnellstmöglich hart zu bearbeiten mit dem Schwerpunkt Blockarbeit und einer flinken Abräumarbeit plus schnelle 2. Welle wurde folge geleistet.
Mit 6:2 konnte man sich frühzeitig absetzen und den Gästen frühe Hoffnungen auf Auswärtspunkte schnell zertrümmern.

Die beiden Rückraumschützen konnten mit aggressiver Bearbeitung sehr gut neutralisiert werden, nur vergaß man den mehr oder minder durch seine Physik und dynamischem Bewegungsablauf fast (!) unauffälligen Kreisspieler dabei.

Der Rückraummitte, den man getrost als alten Fuchs bezeichnen kann, nutze jede Lücke um den sehr freien 12er anzuspielen, und derselbige verwandelte auch recht zuverlässig jedesmal.
Dass die Pässe jetzt nicht immer gestochen scharf kamen, sondern desöfteren auch mit ballistischer Flugkurve, sollte die Hintermannschaft zum Nachdenken bringen über Wollen und Sein der Kreisverteidigung.

Der Gast nutzte die Unachtsamkeiten und glich zum 8:8 aus.
Das sollte aber das letzte Mal in diesem Spiel sein.
Nun folgte eine Spielart, die eher an Westküstenbasketball als an Handball erinnerte.
Das Taktikbrett nur als schimmernde Erscheinung aus der Vergangenheit, aus Geschichte des Coachs wurde Legende, aus Legende wurde unverbindlicher Mythos.
Beide Teams trieben sich über den Platz ohne Ordnung, aber mit dem Willen zum Tore werfen.
Glücklicherweise wurden die Kreuzberger Bälle ein Müh häufiger von der Abwehr oder von Döner entschärft, sodass am Ende der ersten 30 Minuten ein leistungsgerechtes 17:12 stand.
Beim Pausentee wurde der Trainer nochmal deutlich was die Abwehrarbeit angeht, klärte auf, welche Lücken zum Torerfolg führen und wünschte eine Nichtbeachtung der Pfefferwerker Schiedsrichter, die dieses Spiel mit einer märchenhaften Regelauslegung würzten.
In die zweite Hälfte wollte der Gast natürlich mit Feuerwehrartig starten, um dieses Spiel nochmal spannend zu gestalten. Das Gelang ihnen auch dank weiterer Kreistreffer und einem FES-Team, dass beim Abschluss die Sprung-Hampelmannbewegung des kleinen Kreuzberger Torhüters wirklich jedes mal mit Anwerfen belohnte.

Beim Stand von 18:16 versprach das Ergebnis das letzte mal an diesem späten Nachmittag ein Herzschlagfinale.
Wer das Spiel gesehen hat, weiß dass es nie wirklich nach einem Punktverlust der Gastgeber aussah.
Langsam aber sicher nutzte man seine Chancen konsequenter, die Kräfte und Abschlüsse der Gäste wurden immer blutleerer und nur auf unserer Seite war Schnelligkeit noch umsetzbar.
Beim 24:16 konnte man auf der Tribüne schonmal die letzte Flasche Sekt ohne lästige Zweifel aufmachen.
Es gab zwar vereinzelt nur 5 Tore Unterschied, aber keine wirklichen Aufbäumungserscheinungen.
Die Gästebank hatte sich dazu entschlossen, sich vom Spiel abzuwenden und lieber in den Dauerdialog mit den beiden Schiedsrichtern zu begeben, und krönte diesen mit einem nicht ganz so ernst gemeintem Kompliment, das der Schiri nicht so schmeichelhaft fand, und ihm eine Rote Karte gab. Wahrscheinlich reden die beiden heute noch über die Deutungshoheit der Bezeichunung „Du Idiot“.
Das Spiel trudelte dann so aus beim Stand von 35:28 für die Hausherren.
In der letzten Minute holte sich Pami dann noch artig seine Rote Karte für 3×2 Min ab, wegen eines Abwehr-durch-den-Kreis-Vergehens, wobei er sich einen Vorteil verschaffte. So die Erklärung des Schiedsrichter im Spiel.

Um nicht unnötig Schärfe ins Spiel bei solch einem Stand zu bringen, fragte ich Ihn nach dem Spiel, wieso man denn ein Vorteil, den man sich selbst verschafft hat, der aber keineswegs zum Nachteil für den Gegner gereichte, da der werfende Kreisspieler ungehindert durch Pami werfen konnte, mit 2 Min zu bestrafen sei.
Ganz nach dem Motto, wo kein Opfer, da kein Täter.
Da zeigte der Schiedsrichter Größe, und gab zu, innerhalb von einer Zehntel entscheiden zu müssen, und eben nur auf den Verteidiger aber nicht auf den Spielkontext geachtet zu haben.
Pami wird es egal gewesen sein.
Die Punkte sind eingefahren.
Der 3. Platz ist dem Team nicht mehr zu nehmen in den letzten 4 Spielen.

Jetzt gibt es nur noch ein Motto:
Die Aufstiegsränge attackieren.
Im April wird man gegen beide Teams die Chance haben, Platz 2 und sogar noch den Staffelsiegerplatz zu erreichen, da Tegel gegen Z88 am letzten Spieltag spielt.
Jetzt gibt es 4 Wochen um an der Abwehr zu arbeiten.
Offensiv rockt es ordentlich, jetzt muss nur noch die Defensive rollen.

FESte Grüße von eurem Jesus!

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