Die Bären „schultern“ Pflichtaufgabe

„Heimspiel“ gegen Handballfreunde Blau-Weiß Spandau 2000 e.V. II
Zur besten Ballspielzeit, am Samstagsnachmittag, kamen wir in unserer noch ungewohnten Heimhalle, kurz vor Eberswalde, zu einem Spiel, das wir unbedingt mit 2 Punkten im Bärensack beenden wollten und mussten.
Zu Gast war der Tabellenletzte, der aber auch schon Punkte sammelte in dieser Saison.
Mit der Maßgabe, dass dieseer Gegner auch unser Tabellennachbar sein könnte, je nach Saisonzeitpunkt, versuchten wir hochkonzentriert in dieses Spiel zu gehen.
Es sollte nur zum Teil gelingen, aber ab der 15. Spielminute kristallisierte sich dann doch der Bär mit dem dickeren Pelz heraus. Bis hier nun von meiner Seite.
Oft genug habe ich meinen mehr oder minder trüb nüchternen Blick auf die Geschehnisse hier geschildert.
Weil wir auch Fastenzeit haben, muss ich mal das Schreiben fasten, ohne dass ihr auf einen Bericht verzichten müsst.
Der kommt heute zur Überraschung vieler von einer keineswegs fleischlosen Richtung.
Die nun folgenden Zeilen wurden mit liebevoll neutralen Augen
analysiert und mit friedrichshainer Händen niedergeschrieben.
Einem hohen Funktionär des uns innig verbundenen Narva Ballspielkombinats ist dafür herzlich zu danken.
Es ist wirklich schön mal eine völlig unbeteiligte Nachlese unseres Spieles zu lesen,
Wobei für die beteiligten Insider, der Autor an diesem Samstag nicht wirklich unbeteiligt war. Kenner pfeifen sich eins.
Danke nochmals an dich.
Hier folgt der Bericht:
Circus HalliGalli
SG FES II – HF BW Spandau II 32:19
Wer hatte hier heute wen zu Gast?
Das Ausweichquartier an der Hauptstrasse 66 ( Französisch-Buchholz) erinnerte eher an das beschauliche, von Einfamilienhäusern geprägte Gatow, wo die Heimstatt der Gäste liegt. Kurisoseres ereignete sich erst in der Schlussminute (Anm. d. Redaktion: ca. 50. Min.)
Aber dazu später mehr.
Der „Bär“ hatte ausgeschlafen, vollzog die Erwärmung konzentriert und lieh dem kompromissbereiten Schiedsrichter nach Feststellen zu hoher farblicher Kompatiblität auf dem Feld ( blau und schwarz) ein Hemdchen in orange. (Anm. d. Redaktion: Ein Leibchen der Redaktion)
Zuversichtlich, vielleicht auch schon ein wenig arrogant, wurde bereits vor Anpfiff formuliert, dass ja gegen das Kellerkind nichts passieren könnte.
Die Hochstimmung wandelte sich schnell nach Anpfiff.
Wurde der erste Gegentreffer noch schmunzelnd kassiert, ( Anmerkung d. Redaktion: Die Redaktion schmunzelte keinesfalls!!!) gestaltet sich das Geschehen doch nicht so selbstverständlich wie vermutet.
Der in seinen technischen Anlagen arg eingeschränkte Kontrahent hatte über 12 Minuten „Narrenfreiheit“ und konnte mit einfachsten Würfen ohne Auslösen Erfolge feiern, während komplizierte Pässe oder Verspieltheit die Höhle (Kasten) zum Murren brachten (7:6) .
Sodann verstand der Gastgeber es zwar nicht die Lethargie der Anfangsphase abzulegen, behielt jedoch weitgehend die Übersicht, diese schlechte Darbietung wenigstens in einen Pausenstand von 17:9 zu retten.
Es folgten schöne Versuche, garniert mit Fehlwürfen aus besten Positionen, sodass Spandau auch zufrieden schien, den Rückstand in Grenzen halten zu können (25:13/47. Minute).
Denkwürdig in dieser Zeit sicher auch, eine Dreifachparade von Grabowski, dem die positive „Ergebniskosmetik“ aber ebenso schwer fiel wie dem Feldpersonal.
Entschlossen trat der Keeper zum Strafwurf in den Schlusssekunden an und scheiterte am gegnerischen Keeper.
Dieser wollte ebenfalls wenigstens einmal im Leben sein Torekonto positiv stellen und versuchte ins verwaiste Gehäuse zu werfen. Zum ersten Mal am heutigen Tag war der Referee in seiner Regelkenntnis überfordert: Auf den Schultern eines Mitspielers wurde dieser Torabschluss an der 9-Meterlinie vereitelt.
Schließlich wurde sich mit 32:19 getrennt.
Fazit: Eingehende Recherchen ergaben, dass solch eine Art Torverhinderung zwangsläufig einen Strafwurf oder Zeitstrafe zu Folge haben muss. Aber letztendlich durfte gemeinsam über diese „spielentscheidende“ Szene gelacht werden.

FESte Grüße trotzdem von eurem Jesus;)