Der schlingernde Durchbruch des fast abgeschriebenen Bären

Auswärtsspiel gegen SG Ajax/Altglienicke III

Nachdem wir im Jahresumschwung 2015/2016 bis jetzt alles dafür getan haben, keine stressigen Kämpfe um die Aufstiegsplätze/ Relegationsplätze an einem späteren Zeitpunkt der Saison ausfechten zu müssen, mittels Niederlagen gegen die Plätze 1, 2, 3 und 5, haben wir uns die Vorraussetzungen geschaffen, um einen ausgeglichenen, strunzöden Mittelfeldplatz zu spielen.

Platz 8 und 7 Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz lässt keinen Raum zum träumen.
Nun geht es um jeden Meter Raum im Mittelfeld. Und nicht nur Pep Guardiola ist davon überzeugt, dass dort die Spiele gewonnen werden (müssen). Anfangen wollten wir am Sonntagabend im äussersten Südosten Berlins gegen die dritte Vertretung der Spielgemeinschaft Ajax/Altglienicke.

Im Hinspiel lieferte man sich einen harten Kampf, der fast schon zu deutlich mit 25:22 gewonnen wurde gegen den Kreisligafünften der letzten Saison. (Anm. d. Redaktion: Relegationssieger)
Seit diesem Spiel sollten die Köpenicker sehr selten nur noch 22 Tore in einem Spiel werfen. Ein Wurfschnitt von fast 30 Toren ist einmalig in der Bezirksliga A.
Das sollte uns wieder zu unser alten Stärke, der Abwehrarbeit verleiten.
Wir gingen trotz spätwinterlicher Grippezeit mit 13 Mann in das Spiel.
Mit der besten Aufstellung ging es in die ersten turbulenten Minuten.
Der Verfasser des Berichtes war kurzzeitig im Begriff, öffentlich zu machen, welch Kanonade hier über die Gastgeber hereinbrach. Nach 13 Minuten standen auf Bärenseite 11 Tore zu Buche. War heute wirklich der Tag der großen 50 gekommen?
Solch Euphorie konnte natürlich nur derjenige entwickeln, der keinen Einblick in die Trainingsbeteiligung der SG Fes hatte.
Natürlich liess man auch 8 Tore zu, was nicht allzu berrauschend war, insbesonder nachdem unser Schwuttilein einen Sahnetag im Begriff war hinzulegen.
Zumindest bekamen wir in der ersten Hälfte nur 11 Tore.
Dagegen waren 19 Tore auf unserem Konto. Trotz eines Altersunterschied von ca. 6-10 Jahren, waren wir die flinkeren und gedanklich schnelleren in diesem Hasenspiel.
Auffällig war nur der freundlich gutbürgerliche Umgang des Köpenicker Kreisspielers, der sich an diesem Abend dank stimulierender Substanzen, eine GTI-silberne Scherpe für die Mark-van-Bommelhaftigsten Auftritt ohne sinnvollen Effekt, verdienen wollte. Der väterliche Umgang von Panzer und Thommy aber auch der Spielstand besänftigte ihn dann im Laufe der zweiten Halbzeit.
Man ging mit gemütlichen 19:11 Toren in den Pausentee.

Was sollte man schon wollen an dem Punkt?
Mehr Tore, mehr Differenz. niemand unterschätzen!
So ging es in die letzten 30 Minuten. Mit Volldampf erarbeiteten wir uns die nächsten Tore.
Als uns der gegenerische Trainer, dann auch noch den Gefallen tat, seine Abwehrformation völlig aufzulösen, war unser Zeitpunkt zum letztendgültigen Durchbruch gekommen.
Wir nutzten die Räume noch konsequenter und zogen bis auf 16:28 weg.
Ab diesem Punkt war das Spiel nicht mehr von Qualtiät durchzogen, sondern von unbegründeter Hektik.
Beim Abschluss warfen wir den unter seinen Möglichkeiten gebliebenen Goalie langsam warm, und hinten liessen wir allzuviel freie Bälle zu. Natürlich vergab in der zweiten Hälfte das Schiedsrichterpaar des Tabellennachbarn TuS Neukölln an Ajax 2 und an uns 7 Zweiminutenstrafen.
Das kann einen schonmal weniger aggressiv machen, aber nicht total passiv. Der einzige der sich nicht davon anstecken liess, war Zölli, der sich innerhalb von 16 Minuten seine Rote Karte dank 3×2 Minuten abholte.

Das Ergebnis dieser Tatenlosigkeit war ein ständig Tore machender Gastgeber, der dann doch noch auf 4 Tore in der Schlussminuten herankam.
Trotz allem Trotz muss man festhalten, dass der Bär dem Gegner zu keinem Zeitpunkt des Spieles den Gedanken erlaubte, hier wäre etwas zu holen.
WIr dominierten das Spiel zu 85% der Zeit, und gewannen verdient, mit etwas zu viel Gegentoren, 34:30.
Darauf lässt sich aufbauen. Ajax hatte gegen BSV 92 einen Punkt geholt, und war auch sonst kein Punktelieferant.
Mit diesem Sieg sollte eine Serie von niederlagenfreien Spielen möglich sein. Es kommen jetzt, abgesehen von Tus Hellersdorf, keine direkten Aufstiegsaspiranten auf unseren Teller. Die direkten Konkurrenten um eine guten oberen Mittelfeldsplatz TSV Marienfelde, Tus Hellersdorf und
Tus Neukölln haben auch fast nur noch lösbare Aufgaben vor sich. Um den letztjährigen Tabellenplatz 5 zu erreichen, brauchen wir aus 7 Spielen mindestens 5 Siege. Ganz davon abgesehen, dass wir der Ausfallsbedingten Niederlage gegen Hellersdorf und dem schmerzlich kanppen Debakel gegen Marienfelde, noch mindestens 2 Rechnungen offen.
Um ein kleines zündelndes Hoffnungsfeuer anzufachen, wir würden sicherlich Platz 4 erreichen, wenn wir die beiden Rückspiele gewinnen. Mit diesem letztgültigen Saisonziel verabschiede ich mich von euch heute, und bitte am nächsten Samstag um 14 Uhr in der Hauptstrasse 66 gegen die Handballfreunde Blau-Weiss Spandau 2000 um zahlreiche Unterstützung der nun wieder siegenden Bären.

Mit FESten Grüßen
euer Jesus!