Das wache Auge eines Bären

Zwischen Oktober und Dezember heisst es für jeden Bär Wintereinbruch! Was das bedeutet, ist denke ich jedem klar. Die Beteiligung während des Trainings sinkt und die reduzierten Kräfte sind am Limit angekommen. Was passiert eigentlich mit einem starken Bären in dieser „Ruhephase“?
Ein Bär verringert Kreislauf, Atmung und Herzschlag nur so weit, dass er jederzeit seine Höhle verteidigen kann. Würde er seinen mehrere hundert Kilo schweren Körper auf drei Grad absenken, käme er ohne fremde Energie nie mehr „auf Touren“. Wie er seinen Energiehaushalt bewerkstelligt, die Gestaltung der Temperaturkurven, die eingeschränkte Nierenfunktion und weitere Fragen, sind nach wie vor weitestgehend ein Geheimnis.

Dieses Geheimnis möchte ich nach dem Spiel am gestrigen Tage gegen Spandau ein wenig lüften.
In der Regel besteht wie schon oben geschrieben diese Pause aus 3 Monaten. Unsere Bären waren aufgrund des Klimawandel’s jedoch nicht schlüssig wer, wann und wie diese Phase stattfinden sollte. So wurden aus drei einfachen Monaten mal eben zwei mehr, da im Januar und im Februar noch immer Temperaturen und glänzend weißer Schnee in der Mutterstadt zu sehen ist.
Die Beteiligung daher sehr dürftig. Dennoch fanden sich 11 hungrige Bären an. Welche alle Reserven nutzen um gegen den Tabellenführer ein Kopf an Kopf rennen zu gestalten.

Wir spielten äußerst passiv und doppelten fast jeden Schützen, was die ersten 20 Minuten zu unglaublichen zwei Gegentoren führte. Auch zu erwähnen ist, was die gute Deckungsarbeit nicht kompensieren konnte prallte an unserem massiven Torbären ab. 3 von 4 Strafwürfen konnte dieser zusätzlich entkräften. Im Angriff sollte es uns allerdings nicht besser ergehen, denn das Team konnte nur drei Treffer mehr landen. Zuviel blieb in dieser Zeit auf der Strecke. In der letzten Phase, heizte das Spiel sich jedoch auf. Lücken wurden sichtbar. Die Konzentration in der Deckung ließ nach, so dass man froh sein konnte ein Puffer ausgebaut zu haben. Denn der Halbzeitstand war gleich der Anfang.
10 zu 10 und die Bären gingen in ihre Höhle.

Das „Alphatier“ mit einer Übersicht korrigierte und stärkte die Verfassung!
Es gelang uns 20 Minuten lang den Tabellenführer in ihrem Angriff Chancenlos zu stellen und das ist eine respektable Leistung ohne wirkliches Training und einer taktisch Einheit zuvor! Die Bären sollten in Phase zwei der Partie mehr in die Tiefe der gegnerischen Deckung, die Spieler eher binden und so andere Wege zum Tor finden.

Zur zweiten Hälfte ist alles schnell gesagt. Beide Teams nutzen ihre Chancen, Spandau sogar besser und so konnten sie sich zwischenzeitlich auch absetzen, aber wer die Bären meint gezähmt zu haben, der liegt falsch! Wilde Tiere kann man nicht zähmen, diese werden immer wieder auf den Moment warten, indem Sie Zurückschlagen. Das taten die sichtbar entkräfteten Bären auch, denn zum Ende stand es nur noch 25 zu 26. Nochmals zu erwähnen, es war der momentane Tabellenführer, gegen den wir mit gutem Gewissen und harten Willen gekämpft hatten also ein zufriedenstellendes Ergebnis.
Das Gebrüll war laut und die ersten Klauen sind wieder scharf, jetzt heisst es das restliche Team zu wecken und gemeinsam wieder auf die Jagd zu gehen, denn ein guter Körper muss gut versorgt werden.

P.S.: Danke nochmal an dieser Stelle für den jungen Mann aus Spandau, welcher tapfer und mit besten Gewissen das Spiel als Schiedsrichter leitete! Du hast einen guten Job gemacht und sichtlich kritischer das Spiel geleitet als sehr viele lizenzierte Damen und Herren vom HVB! Die Diskussionsphasen kosteten bestimmt jede menge Nerven allerdings kannst du mit erhobenen Hauptes deine Leistung tragen. Denn Schuld an der Niederlage von FeS und da ist sich das Team einig! Bist nicht du sondern Spandau „smile“-Emoticon kleiner Scherz. Es waren wir selbst!

Michél Mölter.

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