Abwehrschlacht der Bären wird im Friedrichshainer Schützengraben verloren!

Auswärtsspiel bei SG Narva IV

Um nicht unter den Verdacht zu geraten Niederlagen hier Lügenpressemäßig zu verschweigen, gibt es jetzt noch eine schmerzreduzierte Nachlese vom Derby am letzten Sonntagmorrgen.
Die beiden ostberliner Teams trafen sich todesmutig direkt am ehemaligen Todesstreifen in der Halle am Schlesischen Tor. Ursächlich war der intensive Hallenschwund bei unseren Nachbarn.
Trotz des frühen Anwurftermines fanden sich fast alle Spieler rechtzeitig ein, unterstützt von einigen Spielerfrauen und zusätzlicher Bärenzöglinge.
In das Spiel startete man mit einer speziellen, vom Trainer offensichtlich in der Nacht ausgeheckten, Abwehrformation, bei der einer der beiden gefährlichen längeren Halbspieler durch Manndeckung neutralisiert wurde.
Diese Maßnahme fruchtete über das ganze Spiel gesehen sehr gut. Mehr als ein Tor kam von dieser Positon nicht. Außerdem wurde ein flüssiges Aufbauspiel der Narviaten erfolgreich zerstört. Die wenigen Tore der Gastgeber wurden über den Kreis zugelassen, hielten sich jedoch bei 9 an der Zahl in der ersten Hälfte sehr in Grenzen.
Bei dieser Konstellation könnte man davon träumen in die Halbzeit bei einem durchschnittlichen Toreaufkommen unsererseits von 12-14 Toren, mit einem komfortablen 3-4-Torevorsprung in den Pausentee zu schlendern.

Der heutige Torhunger war aber eher der einer kürzlich brunchenden Feldmaus denn eines ausgewachsenen Braunbären, der seit 5 Tagen keine Nahrung mehr gesehen hat.
So gingen wir mit 7:9 in die Halbzeit.
An der Abwehr plus Torverhütung gab es nichts zu kritisieren, nur der Drang zum gegnerischen Tor war mehr als mangelhaft und dringendst zu analysieren. Die Spielzüge zu Ende spielen und die Außen freispielen war die Devise.
In den ersten 10 Minuten der zweiten Hälfte kam es dann aber zum Supergau. Neben der Unfähigkeit Tore zu werfen, liessen wir nun auch noch mehr klare Wurfchancen und zwangsweise damit auch mehr Tore zu.
Konsequenz war ein 8:13-Zwischenstand, bei dem wir schonmal kräftig durchschnaufen mussten. Wie sollten wir 5 Tore aufholen in 20 Minuten, wo wir in 40 Minuten nur 8 geworfen haben??
Solch existenzielle Fragen beantwortet meistens mit Taten und nicht mit Worten, Wir lieferten dem Gegner nochmals einen heißen Kampf, kamen wieder auf 2 Tore heran und schnupperten an den Auswärtspunkten.

Doch die Durchschlagskraft und Rafinesse vorm Tor war heute wie weggeblasen. Die Kreativität und Plan B fehlten an diesem Tag. Mit ein paar engagierten Abschlüssen und der außerordentlichen Torausbeute von 21 Toren in 60 Spielminuten zeigte uns die Tormaschine Narva deutlich die Grenzen auf.
Mit 17 Treffern auf unserer Seite hätten wir wohl auf dem Marktplatz den einen oder andere Kaffeemaschine geschoßen, nur leider bleiben wir beim Handball ein harmloser Teddybär, den keiner mitnehmen wollte.

So bleibt die positive Abwehrarbeit für das nächste Spiel gegen Spandau mitzunehmen. Torausbeute, Ideenreichtum, und technische Fertigkeiten gelten zu verbessern, um den kürzlich öfters wankenden Tabellenführer mehr als nur in Verlegenheit zu bringen.
Wenn wir uns an das Hinspiel, das mit 1 Tor verloren ging, erinnern, dann fällt einem die skandalöse Schiedsrichterleistung eines gewissen Herrn Hoffmann ein, der diesen Spielausgang erst möglich machte, Auch wenn die Spandauer dafür nichts konnten, dafür müssen sie büßen.
Wir sehen uns dann nach den Winterferien am 20.2. im Glambecker Dom zu diesem Kracher!

FESte Grüße von Jesus!

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