Für den Bär zu wenig zum Fressen

Das erste Rückspiel der Bären ist mit der Überschrift schon so gut wie beschrieben.
Am vergangenen Wochenende trafen wir bei uns Zuhause auf Bsv 92 II. Das Hinspiel noch vor Augen machte deutlich, dass es eine offene Rechnung gab. Nur mit einem Tor Unterschied ging man als Verlierer
Die Wetterverhältnisse machten es einigen Männern schwer, pünktlich in der Halle zu sein und sich mental und körperlich gut auf das Spiel vorzubereiten. Zusätzlich war der spielfähige Kader fast komplett was nochmals Abwechslung in die Vorbereitung brachte.
Jeder hatte sein schönstes Sonntagsgesicht mitgebracht, damit wir nach endlosen 3 Jahren endlich mal
Eine kurze taktische Einweisung, mahnende Worte und schon ging die Partie los.
Das ganze Spiel detailliert wiederzugeben, wäre Zeitverschwendung! Daher die Zusammenfassung der ersten und zweiten Halbzeit. Während der ersten 30 Minuten spielten wir den Ball schnell nach vorn, erzielten phasenweise die gewünschten einfachen Tore aus der schnellen Mitte und der zweiten Welle. Unsere Deckung, welche eine Kopie der Chinesischen Mauer sein sollte, war allerdings nur ein löchriger Gartenzaun, der schnell überwunden werden konnte. Bis zur Mitte der ersten Runde ging das Spiel also
Was allerdings nach nur 10 Minuten schon ins Auge fiel, war unser Umschaltverhalten. Vom Angriff in die Deckung bewegte sich zwar der Körper, aber, und das ist der springende Punkt, nur vom Hals aufwärts.
Egal ob verworfen, gehalten oder ein abgefangener Pass.
Die Wilmersdorfer waren schnell auf den Beinen und wir reagierten einfach nicht. Im Gegenteil, man ließ sich vorne nochmal alles durch den Kopf gehen, während der Gegner schon aus freiem Lauf Jesus die Bälle
Glück war, dass dies erst Ende der Hälfte Überhand nahm und wir so mit einem 15 zu 15 in die Pause
Unzufrieden aber motiviert wurde alles ausgewertet. Die Jungs konnten nochmal das Geschehene Review
Warum auch immer, nach Anpfiff der zweiten Hälfte ging das Spiel jedoch so weiter. Der Druck im Angriff zu wenig, das Stoßen in die Lücken zu wenig, Tempospiel zu wenig, Deckungsarbeit zu wenig und so verloren wir von Minute zu Minute unser Spielniveau immer mehr und mehr. Warum es dazu kam? Man kann es nur vermuten. Ein Grund könnten die 16 liegen gelassenen hundertprozentigen Chancen in den ersten 10 Minuten gewesen sein. Denn der Torwart von Bsv lief zur Höchstform auf ( zumindest seine Arme ). Bis zum Ende wurden immer wieder Würfe, die sonst mit Leichtigkeit eingebettet wurden, komplett vergeigt. Weiterhin stellte sich unsere Deckung ihr eigenes Bein, denn das Umschalten funktionierte noch immer nicht. Falls dann doch mal ein Positionsangriff abgewehrt hätte werden
Schade eigentlich. Das Spiel der Ü32 wäre als Theoriestunde fürs Nachsitzen Gold wert gewesen!
Jetzt ist es so wie es ist. Tabellenplatz 8 aber noch viel Luft nach oben! Dienstag gibt’s dann erstmals Straftraining und Freitag geht’s in die taktische Einweisung zum nächsten Spiel gegen Narva. Aus der Vergangenheit weiß man schon das auch diese Partie kein Selbstläufer wird.
Doch gibt es keinen Grund die geschundene Schnute in die Eistonne zu halten. Wir spielen eine gute Serie, müssen nach diesem Spiel zwar unsere Ziele etwas runterschrauben, können aber weiterhin ein entscheidender Faktor im Aufstiegskampf sein. Das können und werden wir nächsten Sonntag in Friedrichshain sehen

M.M

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